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Per 1. Januar 2017 hat sich der Regionale Blutspendedienst SRK Wallis der Interregionalen Blutspende SRK AG angeschlossen. Diese Fusion ist die logische Weiterentwicklung einer langen Zusammenarbeit mit dem Ziel, die Blutversorgung der Regionen Wallis, Waadt und Bern langfristig sicherzustellen. Die neue Organisation stellt sich vollumfänglich in den Dienst von Patienten und Spendern und will einen signifikanten Beitrag zur Weiterentwicklung der Transfusionsmedizin in der Schweiz leisten.

Dank der Fusion des Regionalen Blutspendedienstes SRK Wallis und der Interregionalen Blutspende SRK (entstanden aus den Blutspendediensten Bern und Waadt) lassen sich beträchtliche Synergien in der Blutbeschaffung, -verarbeitung, -testung und -versorgung realisieren. Somit lässt sich der Versorgungsauftrag in den drei Regionen langfristig garantieren. Aus der Verbindung entsteht ein innovatives Unternehmen, welches dank der kontinuierlichen Prozessoptimierung auch langfristig die steigenden ökonomischen und qualitativen Anforderungen erfüllen wird.

Logische Weiterentwicklung einer langen Zusammenarbeit

Im Rahmen von Projekten, Labortestungen und der Administration arbeiten die drei Unternehmen bereits seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Seit dem Jahr 2011 betreiben wir eine gemeinsame Spenderdatenbank.

Kontinuität für Spenderinnen und Spender
Die Spendenden des Wallis werden nach wie vor ihr Blut in den bestehenden Blutspendezentren in Monthey, Martigny, Sitten, Siders, Visp und Brig sowie auf den mobilen Blutspendeaktionen spenden können. Mit dem Zusammenschluss wollen wir den bereits sehr guten Service bei der Rekrutierung und Betreuung von Spenderinnen und Spendern weiter ausbauen.

Erhalt der Kundennähe
Für die Spitäler des Wallis bleiben wir ein strategisch wichtiger und zuverlässiger Partner im Bereich der Transfusionsmedizinischen Dienstleistungen. Dank der engen Beziehung können wir die Bereitstellung der richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt für  unsere  Patienten garantieren.

Zahlen und Fakten Interregionale Blutspende SRK ab 1. Januar 2017 (PDF,  351 KB) 

Per 1. November 2016 wurde die Verarbeitung der Blutprodukte in Epalinges aufgelöst und in Bern integriert.

Die Bestellpunkte für Blutprodukte für die Transfusion bleiben unverändert:

Bern: Murtenstrasse 133, T +41 31 384 23 33

Lausanne: Transfusionsmedizinische Einheit im CHUV, M +41 79 556 24 86

Regionale Blutspendedienste bestellen die TK bitte immer über Bern.

Wie lässt sich die Qualität der Pathogeninaktivierung von Thrombozytenkonzentraten besser und schneller kontrollieren? Die Interregionale Blutspende SRK (IRB) hat ein entsprechendes neues Verfahren entwickelt.

Seit dem Jahr 2011 müssen in der Schweiz alle Thrombozytenkonzentrate (TK) pathogeninaktiviert werden. Das photochemische Intercept®-Verfahren zur Pathogeninaktivierung basiert auf der Zugabe von Amotosalen, das nach Beleuchtung mit UV-A-Strahlen kovalente Verbindungen zwischen den Strängen der Nukleinsäuren bildet. Dadurch wird die Replikation von DNA und RNA irreversibel gehemmt und die Vermehrung von Pathogenen verhindert.

Momentan wird die Pathogeninaktivierung mittels der technischen Dokumentation des Prozesses überwacht. Eine Kontrolle der Pathogeninaktivierung ist bisher nur mit einem aufwändigen und kostspieligen Verfahren möglich, das unter anderem eine PCR beinhaltet. Forschende der IRB haben nun ein neues Verfahren zur Qualitätskontrolle der Pathogeninaktivierung von TK entwickelt.

Das so genannte EDEL-Verfahren basiert auf der Messung von Antioxidantien im Blutprodukt und bietet grosse Vorteile:
•    Verlässliche Resultate
•    Einfache Handhabung und Inmplementierung in das Routineverfahren
•    Kostengünstiger als die PCR
•    Erfordert nur wenige Tropfen Blut und keine Zusatzstoffe
•    Geschwindigkeit: Dauer bis zum Vorliegen der Resultate nur 2–3 Minuten

Für die Erarbeitung des EDEL-Verfahrens hat die IRB mit der Firma «Edel For Life» zusammengearbeitet. IRB und «Edel For Life» haben gemeinsam die Patentierung eingereicht. Noch ist das Verfahren nicht auf dem Markt erhältlich, es wird momentan gemeinsam mit Partnern evaluiert.

Weitere Informationen:
Wissenschaftliche Studie zum EDEL-Verfahren:
Abonnenc M, et al: Antioxidant power as a quality control marker for completeness of amotosalen and ultraviolet A photochemical treatments in platelet concentrates and plasma units. TRANSFUSION 2016; 56; 1819–1827.

www.edel-for-life.com

Neu bietet die Interregionale Blutspende SRK die Apherese von mononukleären Zellen aus peripherem Blut an (peripheral blood mononuclear cell apheresis, PBMC-Apherese). Mit diesem Verfahren werden vitale mononukleäre Zellen gewonnen, die für Forschungszwecke verwendet werden können, zum Beispiel im Bereich der Onkologie oder der Immunologie.

Bitte nehmen Sie mit unserer Key Account Managerin Ina Krebber Kontakt auf, wenn Sie sich für die PBMC-Apherese interessieren. Bevor die Apherese terminiert werden kann, erfolgt zunächst eine Projektabklärung. Voraussetzung für die PBMC-Apherese ist ein freiwilliger Spender oder eine freiwillige Spenderin. Die PBMC-Apherese wird in unserem Blutspendezentrum in Epalinges durchgeführt.

Der Verwaltungsrat der Interregionalen Blutspende SRK AG (IRB) hat Frau Joëlle Vuignier als neue Geschäftsführerin (CEO) gewählt. Die Wahl erfolgte einstimmig.

Bei der Neubesetzung dieser wichtigen Position in unserem Unternehmen hat sich der Verwaltungsrat durch einen externen Experten beraten lassen. Die Stelle wurde offen ausgeschrieben. Joëlle Vuignier hat sich in diesem Auswahlverfahren gegen mehr als 30 Bewerbungen durchgesetzt.

Entscheidend für ihre Wahl war neben ihrer langjährigen Erfahrung im Blutspendewesen insbesondere ihre klare Vision für die zukünftige Positionierung der IRB als einer der führenden Blutspendedienste. Dies sowohl im Tagesgeschäft als auch in den Bereichen Forschung und Entwicklung.  
In den letzten Monaten als Co-Leiterin der IRB hat Joëlle Vuignier bewiesen, dass sie den Betrieb stabilisieren und erfolgreich führen kann. Sie garantiert damit die Kontinuität gegen innen und aussen. Zudem sind wir überzeugt, dass sie unsere Vision und Strategie, welche unverändert gelten, erfolgreich umsetzen wird. 

Der Verwaltungsrat freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit Joëlle Vuignier und ist überzeugt, dass sie ihre neue Aufgabe mit Bravour meistern wird.

Gleichzeitig hat der Verwaltungsrat unseren langjährigen und bewährten Finanzchef Stefan Koller zum stellvertretenden Geschäftsführer der IRB ernannt.

sign. Fritz Stettler, Verwaltungsratspräsident

Mit der Fusion der Blutspendedienste Bern und Waadt zur Interregionalen Blutspende SRK AG (IRB) weisen wir innovativ und mutig den Weg.

Es ist kein Geheimnis, ein solcher Zusammenschluss zweier Organisationen erfolgt nie ganz ohne Schwierigkeiten, erst recht nicht bei sprachlich und kulturell unterschiedlichen Hintergründen. Trotzdem gelang es, die neuen Strukturen aufzubauen und die Harmonisierung der Prozesse in wichtigen Bereichen umzusetzen.

Parallel dazu beschäftigte uns (und alle übrigen Blutspendedienste) der Rückgang der Nachfrage nach labilen Blutprodukten. Mit etwas Besorgnis beobachteten wir ausserdem, dass in gewissen Spitälern zunehmend künstlich hergestellte Plasmaersatzprodukte eingesetzt werden. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird und wir lösungsorientiert und innovativ darauf werden reagieren müssen.

Erneuerung und Wegweisung heisst auch das Motto in der Umsetzung des ersten Jahresberichtes der IRB: er erscheint als Webseite.

Wir wünschen gute Lektüre!

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