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FAQ Frequently asked questions – Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen, die uns gestellt werden. Sollten Sie das Gesuchte hier nicht finden, und auch über das Suchfenster oben rechts nicht die gewünschten Suchresultate erzielen, so kontaktieren Sie uns bitte über unsere Gratisnummer oder über das Kontaktformular.

Sichere Blutprodukte für die Patienten haben immer erste Priorität. in etlichen auch nahegelegenen Ländern grassieren Malaria, Dengue, West Nile und Chikungunya Viren, die zu einem vorübergehenden Pausieren des Blutspendens führen.

Pausieren nach Reisen und Aufenthalte ausserhalb der Schweiz
Haben Sie sich länger als 24 Stunden in einem Land mit Chikungunya-, West Nile-Virus-, Dengue-Fieber-Risiko aufgehalten? Ohne Symptome ist Blutspenden 1 Monat nach der Rückkehr wieder möglich.

Haben Sie sich länger als 24 Stunden in einem Land mit Malaria-Risiko aufgehalten? Ohne Symptome ist Blutspenden 6 Monate nach der Rückkehr wieder möglich.

Saisonale Veränderungen der Risikogebiete
Einzelne Länder oder Regionen können kurzfristig zu Risikogebieten erklärt werden, die nicht aufgeführt sind. Die Blutspende Schweiz hilft weiter. Im Kapitel 17E, können Sie Ihre Reise und Aufenthalt ausserhalb der Schweiz bezüglich oben erwähnten Risiken überprüfen. Wenn Sie nicht sicher sind, benutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder rufen Sie auf die Gratisnummer an.

Sofern der Spender sich wohl fühlt und die medizinischen Abklärungen positiv verlaufen, empfehlen wir die Vollblutspende (460ml) wie folgt:
Männer viermal im Jahr
Frauen dreimal im Jahr
Bis zweimal im Monat kann Blutplasma gespendet werden (600ml)

Die Interregionale Blutspende SRK betreibt in den Kanton Bern, Waadt und Wallis zwölf Blutspendezentren. Bei den rund 7o0 mobilen Blutspendeaktionen jährlich bestehen weitere Möglichkeiten, Blut zu spenden. Die Öffnungszeiten und Termine finden Sie hier.

Zur optimalen Vorbereitung auf die Blutspende ist es wichtig, genügend zu trinken (mindestens 1 bis 1,5 Liter) und ausgeruht zu sein. Zudem sollte man einen Tag vor der Blutspende keine allzu fetthaltigen Speisen mehr einnehmen, dies hat Einfluss auf die Qualität des Plasmas. Spenden Sie aber auch nicht auf leeren Magen. Wir empfehlen Ihnen einen kleinen Imbiss und Fruchtsäfte. Vor der ersten Blutspende ist es zudem wichtig, genügend Zeit (mind. 1 Stunde) einzuberechnen. Bitte beachten Sie die Dauer der jeweiligen Blutspendeaktionen und die Öffnungszeiten der Zentren.

Nach der Blutspende ist es wichtig, viel zu trinken, damit der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen wird. Ebenfalls sollte zur Stärkung etwas Kleines gegessen, sowie eine Ruhepause von mindestens 10 Minuten eingehalten werden, um den Körper zu entlasten. Wir empfehlen zudem keine grossen körperlichen Anstrengungen nach der Spende.

Bei der Apheresespende wird das Blut während der Spende maschinell in seine Bestandteile zerlegt. Bestandteile, welche nicht für die Spende verwendet werden, werden im gleichen Arbeitsgang direkt wieder in den Körper geleitet. Der Körper hat so weniger lang, um sich zu regenerieren; deshalb ist es möglich, die Apheresespende bis zu 25-mal im Jahr zu leisten. Dieser Spendevorgang dauert ca. 1 bis 2 Stunden.

Nachdem das Blut (460 ml) in den Blutbeutel gelangt ist, wird es vom Chauffeur in den Hauptsitz gefahren. Dort werden die Beutel in der Verarbeitung in je ein Konzentrat aus roten Blutkörperchen und Plasma weiterverarbeitet. Bis zur Verwendung im Spital werden die Produkte im Lager des Blutspendedienstes gelagert. Die abgenommenen Röhrchen werden in unseren Labors auf Blutgruppe und Rhesusfaktor getestet. Ausserdem werden diverse Tests (HIV, Hepatitis B und C und Syphilis) auf Infektionserreger und Antikörper durchgeführt.

Der Verlust des abgenommenen Blutvolumens von 460 ml ist schnell wieder ausgeglichen. Die Nachbildung der weissen Blutkörperchen, welche für die Abwehr von Krankheitskeimen zuständig sind, und der Blutflüssigkeit, des sogenannten Plasmas, geschieht innert einem Tag. Bei den roten Blutkörperchen dauert es etwa 3 bis 6 Wochen. Während der Erneuerungsphase ist die Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Nach bestimmten medizinischen Behandlungen besteht ein erhöhtes Risiko, Krankheiten durch die Spende zu Übertragen. Unsere Aufgabe ist es, die grösstmögliche Sicherheit für Spender und Empfänger zu gewährleisten.

  • Bei einer Impfung mit inaktiven Erregern oder Bestandteilen beträgt die Wartezeit 48 Stunden: Grippe, HPV (Humanes Papillomavirus), Poliomyelitis parenteral (Salk), Starrkrampf, Zeckenimpfung und Hepatitis B. Hepatitis B bildet hier die Ausnahme: Die Wartezeit beträgt 2 Wochen.
  • Bei den Impfungen mit Lebendvakzinen (es werden abgeschwächte Erreger geimpft) ist die Wartezeit ein Monat. Folgende Impfungen sind Lebendvakzine: Masern-Mumps-Röteln, Poliomyelitis oral (Sabin), Cholera, Gelbfieber, Typhus oral, Rotaviren und Varizellen.
  • Bei Impfungen nach einem Ereignis kann erst 12 Monate später gespendet werden (z.B. nach einem Hundebiss wird Starrkrampf geimpft).

Bei hier nicht erwähnten Impfungen geben wir Ihnen gerne telefonisch über die Gratisnummer Auskunft.

Durch die Bluttransfusion können gefährliche Krankheiten auf andere Menschen übertragen werden. Deshalb muss sich jeder Spender der grossen Verantwortung bewusst sein, die er für den Empfänger seines Blutes trägt. Vor jeder Blutspende weisen deshalb ein Fragebogen und ein Informationsblatt auf diese Verantwortung der Spendewilligen hin. Wir sind uns bewusst, dass diese Fragen auch die Privatsphäre der Spenderinnen und Spender tangieren. Im Interesse einer optimalen Sicher­heit für den Blutempfänger sind sie jedoch unumgänglich. Es ist entscheidend, dass Sie den Fragebogen wahrheitsgetreu ausfüllen und sich im Zweifelsfall an das medizinische Fachpersonal wenden. Diskretion ist in jeder Hinsicht selbstverständlich, die Angestellten der Blutspendedienste unterstehen dem Arztgeheimnis.

Nach der Blutentnahme werden im Labor die Blutgruppe und der Rhesusfaktor getestet. Das Blut wird auf verschiedene Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis B und C sowie Syphilis) untersucht. Dies geschieht mittels Antikörper- und Direktnachweistests.

Wird im gespendeten Blut ein abweichendes Resultat festgestellt, werden zuerst Bestätigungstests gemacht. Erst wenn diese das eindeutige Ergebnis liefern, wird man innert max. 10 Tagen von einer Spendeärztin informiert.

Die Statistik zeigt, dass das Risiko für eine Ansteckung mit gefährlichen Infektionskrankheiten bei Menschen in bestimmten Lebenssituationen deutlich erhöht ist. Um eine grösstmögliche Sicherheit für Blutempfänger zu gewährleisten, erkundigen wir uns bei den Blutspendern nach diesen bestimmten Lebenssituationen. Dazu gehören:

  • Sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern
  • Sexuelle Kontakte mit einem Partner / einer Partnerin, den / die man seit weniger als sechs Monaten kennt
  • Sexuelle Kontakte zwischen Männern
  • Gewerbsmässige Prostitution
  • Spritzen von Drogen
  • Sexuelle Beziehungen zu Personen aus einer oben erwähnten Risikosituation
  • Sexuelle Beziehungen zu Personen die mit dem HI-Virus infiziert sind, die an AIDS, Syphilis, Hepatitis B oder C erkrankt sind

Die Interregionale Blutspende SRK verbindet mit den hier aufgeführten Risikosituationen keinerlei Werturteile.

Je nachdem, wohin man in die Ferien reist, gibt es erhöhte Risiken auf verschiedene Krankheiten, wie Malaria oder Ähnliches. Von der Infektion bis zur Nachweisbarkeit solcher Krankheiten können Wochen vergehen. Würde man nach einer Reise direkt Blut spenden, wäre das Risiko der Übertragung auf den Blutempfänger erhöht.

Eine Malaria-Ansteckung kann auch Monate nach der Rückkehr aus den Tropen unerkannt bleiben, das Blut des betreffenden Menschen aber würde die Malaria auf den Empfänger übertragen. Die Folgen können tödlich sein. Aus diesem Grund darf man nach Reisen in Malariagebiete während der darauffolgenden sechs Monate nicht Blut spenden. In der rechten Spalte finden Sie einen weiterführenden Link.

Q-Plasma bedeutet quarantänegelagertes Plasma. Das Plasma aus Vollblut- oder Apheresespenden wird nach der Entnahme bei minus 30 Grad Celsius eingefroren und quarantänegelagert. Das gelagerte Plasma wird erst freigegeben, wenn der Spender nach 4 Monaten eine Folgespende geleistet hat und die Infektionsmarkerresultate erneut negativ sind. Mit diesem Verfahren wird eine grösstmögliche Sicherheit für die Patienten gewährleistet.

Der Gesundheitszustand und die möglichen Risiken (wie Medikamenteinnahmen oder anderes) müssen tagesaktuell mitgeteilt werden, damit für den Blutempfänger die grösstmögliche Sicherheit gewährleistet werden kann.

Erkenntnisse aus unserer Studie:
Eisen ist für Menschen lebensnotwenig, ein Eisenmangel kann zu Blutarmut führen. Es ist aber nicht klar, ob auch ein tiefes Speichereisen ohne Blutarmut, wie oft bei Blutspendern vorkommt, krank macht oder das Wohlbefinden beeinträchtigt. Um das herauszufinden, hat die Interregionle Blutspende SRK Bern eine grosse Studie durchgeführt.

Studienablauf
Bei 1435 Spender/-innen des Blutspendezentrums Bern wurde der Eisenspeicher gemessen (sog. Ferritinwert).  400 Spendende mit tiefem Eisenspeicher (Ferritin < 50 ug/l) wurden in die Studie eingeschlossen: 200 davon erhielten 800 mg eines Eisenpräparates, andere 200 ein Placebo (das heisst ein Medikament ohne Wirkstoff) über die Vene verabreicht. Dabei gingen wir nach Zufallsprinzip vor, weder Spender/-innen noch Studienteam wussten, wer Eisen und wer Placebo bekommt. Vor der Infusion und 6 bis 8 Wochen danach wurden anhand eines Fragebogens die Müdigkeit sowie zusätzliche Aspekte davon wie physische Leistungsfähigkeit, Schlafqualität und psychische Verfassung erfasst.

Resultate
Die durchschnittliche, vor der Infusion gemessene Müdigkeit veränderte sich nach der Infusion weder in der Placebo- noch in der Eisengruppe (durchschnittlicher Wert immer um 4 auf einer Skala von 1 bis 10). Alle zusätzlich erfassten Aspekte der Müdigkeit blieben auch identisch. Dies obwohl der durchschnittliche Ferritinwert nach Eiseninfusion eindeutig stieg (von 20 bis 140 ug/l), als Hinweis für den gut aufgefüllten Eisenspeicher (in der Placebogruppe blieb hingegen das Ferritin unverändert). Die getrennte Analyse von Frauen und Männern, von Spendenden mit mehr oder weniger ausgeprägter Müdigkeit, mit Ferritin unter oder über 25 ug/l, zeigte ebenfalls keine Unterschiede zwischen Placebo- und Eisengruppe. Das bedeutet, dass insgesamt die Eiseninfusion keine Vorteile im Vergleich zur Placeboinfusion hat, und dass keine der erwähnten Spendergruppen von einer Eiseninfusion profitiert hat. Eine ähnliche Studie bei jungen Spenderinnen mit Gabe von Eisentabletten oder Placebo wurde ein Jahr zuvor im Waadtländischen Blutspendedienst durchgeführt und kam zur gleichen Schlussfolgerung.

Bedeutung für die Blutspender
Die Resultate dieser 2 Studien zeigen, dass Ferritinwerte alleine bei sonst gesunden Menschen, welche aufgrund normaler Lebensumstände einen unterschiedlichen Müdigkeitsgrad angeben, kaum relevant sind. Ein tiefer Eisenspeicher ohne Beschwerden erlaubt weiterhin Blut zu spenden und ist alleine kein Grund für eine Eisentherapie. Die Untersuchungen an den 1435 Spendenden zeigen zudem, dass fast die Hälfte relativ tiefe Eisenspeicher hat und sich mit wenigen Ausnahmen wohl fühlt, trotz regelmässiger Blutspende. Wir vermuten, dass Blutspenderinnen und Blutspender ihren Eisenhaushalt so regulieren, dass sie auch mit einem kleineren Eisenspeicher zurechtkommen.
Selbstverständlich soll bei Auftreten einer unerklärlichen Müdigkeit oder anderer Beschwerden weiterhin der Hausarzt konsultiert werden. In dieser Situationen kann, nebst der Suche von anderen Erkrankungen, eine Eisenbilanz mittels Ferritin und anderer Tests sinnvoll sein. Die Behandlung und die Wartefristen bis zur nächsten Blutspende sind dann individuell unterschiedlich. Unsere Spendeärzte beraten Sie in diesem Fall gerne in Bezug auf Ihre weiteren Blutspenden. Rufen Sie an unter der Gratisnummer.

Downloads

Tropenkrankheiten (PDF,  153 KB) 

Wo kann ich spenden?

Wann ist der nächste Blutspendetermin in Ihrer Nähe? Unsere Suche führt Sie direkt zu den Aktionen und Öffnungszeiten.

In enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Samariterbund SSB und anderen Institutionen organisieren wir jährlich rund 750 mobile Blutspendeaktionen. Sie können aber auch in einem unserer 6 Blutspendezentren spenden: Bern, Biel, Burgdorf, Epalinges, Langenthal, Thun.

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